Der Betrieb von Drohnen in Deutschland wird neu geregelt. Bundesminister Dobrindt hat dazu eine „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ vorgelegt.

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In Deutschland befanden sich 2016 geschätzt 400.000 Drohnen in privaten Besitz, inzwischen sind vor allem durch Weihnachten bereits 100.000 weitere in privaten Einsatz.
Diese rapid steigende Anzahl und auch die sich häufenden Vorfälle im Deutschen Luftraum (2015 waren es 14 dagegen 2016 schon 60) sind der Grund, warum Dobrindt jetzt eine klare Drohnenregelung vorgelegt hat.
Jedoch nicht nur der private Einsatz für Drohnen wird durch die Verordnung geregelt, auch die gewerbliche Nutzung wird darin stark berücksichtigt.
Durch die Regelungen soll die Sicherheit erhöht werden, jedoch ohne dabei den technischen Fortschritt und die steigende Anzahl an gewerblichen Einsatzmethoden einzuschränken.




Die Regelungen für den privaten Einsatz von Drohnen sind wie folgt.:

 

Drohnen ab einen Gewicht von 250g unterliegen einer Kennzeichnungspflicht.
Es muss eine Plakette an das unbemannte Fluggerät angebracht werden, auf dem Name und Adresse zu sehen ist.
Diese Gewichtsgrenze wurde bewusst gewählt, da ab einem Gewicht von 250g bei Absturz oder Kollision von teils schweren Schäden an Mensch und Flugzeugen oder Helikoptern auszugehen ist.
Ab einem Gewicht von 2kg ist des weiteren ein Kenntnisnachweiß erforderlich, bei dem neben der Handhabung der Fluggeräte auch luftrechtliche Fragestellungen inbegriffen sind.
Da die angegebenen Gewichtsgrenzen als Netto-Gewichte gelten, kann durch Beladung oder Modifikation einer Drohne diese die Gewichtsgrenzen überschreiten.
Auch die Flughöhe wird auf 100 Meter begrenzt, wodurch Kollisionen in Tieffluggebieten mit beispielsweise Helikoptern vermieden werden sollen.
Um Modellflugvereine nicht an der Ausführung ihres Hobbys zu behindern gelten Ausnahmen für Modellflugplätze auf denen auch höher als 100 Meter geflogen werden darf.
Strikte Betriebsverbote gelten für das Überfliegen von Rettungseinsätzen, Menschenansammlungen , Naturschutzgebiete , Bahnanlagen , Kontrollzonen sowie An und Abflugbereiche von Flugplätzen sowie das Überfliegen von Wohn- und Grundstücken mit aufnahmefähigen Drohnen.
Von der Einführung eines Zentralen Drohnennregisters wird derzeit noch abgesehen.

Die Regelungen für den gewerblichen Einsatz von Drohnen sind wie folgt.:

 

Um neue Anwendungsgebiete wie z.b. die Lieferung von Paketen mit Drohnen rechtlich zu ermöglichen, wird von der bisherigen Regelung nur in Sichtweite des Piloten fliegen zu dürfen abgesehen.
Dies bedarf jedoch einer Erlaubnispflichtigen Anmeldung.
Vorgesehen sind auch Ausnahmeregelungen für die maximale Flughöhe, was in vielen Bereichen wie beispielsweise der Begutachtung von Schäden oder der Vermessung von hohen Gebäuden notwendig ist.
Bei Nichteinhaltung sieht die Verordnung vor das Vergehen mit Bußgeldern bis zu 50.000 € zu ahnden. Derart hohe Bußgelder sind jedoch nur bei besonders schweren Vergehen vorgesehen.





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